Absaug­station beim Saug­roboter: was sie leert und kann

Eine Absaugstation ist die Ladestation eines Saugroboters, die zusätzlich seinen Staubbehälter leert. Fährt der Roboter zurück, saugt sie den Staub aus seiner kleinen Box in einen größeren Beutel. Sie müssen dann nicht nach jeder Fahrt den Behälter ausleeren, sondern nur ab und zu den Beutel wechseln.

Was die Station leert

Der Behälter im Roboter ist klein, weil das Gerät flach sein muss. Die Station saugt ihn nach jeder Reinigung automatisch leer. Das ist wie ein kleiner Mülleimer in der Küche, den jemand regelmäßig in die große Tonne vor dem Haus kippt.

Wie lange ein Beutel reicht, hängt von Wohnung, Haustieren und Fahrten ab. Dreame und Mova nennen für ihre Komplettstationen 3,2 Liter Beutelvolumen, Narwal 2,5 Liter. In der Werbung reichen die Beutel zwischen 49 und 120 Tagen, in den Anleitungen von Dreame und Mova zwei bis vier Monate.

Beutel oder beutellos

  • Mit Beutel: Der Staub landet in einem geschlossenen Beutel. Beim Wechseln kommen Sie mit Staub und Allergenen (Stoffe, die Allergien auslösen können) kaum in Berührung. Dafür kaufen Sie Ersatzbeutel nach. Das sind laufende Kosten, solange Sie das Gerät nutzen.
  • Beutellos: Einige Stationen trennen den Staub wie ein Zyklon-Staubsauger durch eine schnell kreisende Luftströmung und sammeln ihn in einem Behälter. Einwegbeutel fallen weg. Den Behälter leeren Sie selbst über dem Mülleimer aus.

Was Komplett­stationen zusätzlich können

Bei Saug-Wisch-Robotern übernimmt die Station oft auch die Pflege der Wischmopps. Je nach Gerät gehört dazu:

  • Mopps waschen: Roborock nennt für ein Modell Waschwasser von 50 bis 80 °C. Wie warm das Wasser am Mopp ankommt, sagt laut Test&Tipps allerdings keiner der dort verglichenen Hersteller. Roborock schreibt bei einer 75-°C-Angabe selbst in eine Fußnote, dass am Ausgang des Heizelements gemessen wurde.
  • Mopps trocknen: mit warmer Luft, damit sich keine Gerüche oder Schimmel bilden.
  • Wasser auffüllen und Schmutzwasser abpumpen: Die Station füllt den Wassertank des Roboters nach und nimmt das Schmutzwasser auf. Manche Modelle gibt es mit festem Wasseranschluss, dann entfällt auch das Nachfüllen von Hand.
  • Mopps ablegen: Manche Roboter lassen die Mopps in der Station, wenn nur gesaugt wird. Mehr dazu unter Mopp-Anhebung.

Dieser Komfort hat seinen Preis: Laut Stiftung Warentest kostet er oft einige Hundert Euro mehr.

Platzbedarf

Eine Komplettstation braucht eine Ecke mit freiem Raum davor, damit der Roboter gut andocken kann. Xiaomi nennt für ein Modell 0,5 Meter Abstand zur Seite und 1,5 Meter davor, Ecovacs für ein anderes 0,05 Meter zur Seite und 0,8 Meter davor. Messen Sie den Platz aus, bevor Sie sich für ein Gerät entscheiden.

Die Station braucht seitlich und vorn freien Platz.

Lautstärke beim Absaugen

Beim Absaugen arbeitet in der Station ein eigenes Gebläse. Es nimmt laut Herstellerangaben 400 bis 700 Watt auf.

Roborock gibt für eine Station 72 dB(A) (Dezibel, das Maß für Lautstärke) beim Absaugen an. Stellen Sie die Station deshalb nicht direkt neben das Schlafzimmer, wenn der Roboter abends fährt.

Pflege und Hygiene

Auch die Station braucht Pflege: Beutel wechseln, Wassertanks ausspülen und die Waschwanne für die Mopps reinigen. Wie oft das nötig ist, steht im Ratgeber Saugroboter pflegen. Einen Überblick über alle Geräteklassen finden Sie auf der Themenseite Saugroboter.

Geräte mit Absaugstation haben wir im Kaufberater Saug-Wisch-Roboter zusammengestellt.