No-Go-Zone beim Saug­roboter: Sperr­zonen einrichten

Eine No-Go-Zone beim Saugroboter ist ein Bereich, den Sie in der App auf der Karte einzeichnen und den der Roboter danach nicht mehr befährt. So bleibt er vom Futternapf, vom Kabelsalat unter dem Schreibtisch oder vom Hochflorteppich fern, ohne dass etwas auf dem Boden liegen muss. Voraussetzung ist fast immer eine gespeicherte Karte der Wohnung.

Welche Arten von Sperren es gibt

Die Namen unterscheiden sich je nach Hersteller, die Idee ist dieselbe:

  • Sperrzone (No-Go-Zone): ein Rechteck auf der Karte, das der Roboter gar nicht befährt. iRobot nennt das „Keep-Out Zone“ und lässt sie als Rechteck auf der Karte in der App zeichnen.
  • Virtuelle Wand: eine gedachte Linie, die der Roboter nicht überquert, etwa quer vor einer Tür. Roborock bietet in der App beides an, Sperrzone und unsichtbare Wand. Bei Ecovacs zeichnen Sie die virtuelle Wand als Linie oder als Rechteck.
  • Wischsperrzone (No-Mop-Zone): Hier saugt der Roboter weiter, wischt aber nicht. Ecovacs unterscheidet beim Einzeichnen zwischen „kein Zutritt“ und „kein Wischen“. Eufy erklärt, dass der Roboter eine solche Zone nur dann meidet, wenn der Wischaufsatz montiert ist.
  • Teppichzonen: Eufy empfiehlt, Teppichflächen mit Wischsperrzonen abzugrenzen. Laut Stiftung Warentest lassen sich fast allen Saug-Wisch-Robotern per App Sperrzonen zuweisen, damit kein Teppich feucht wird. Mehr dazu im Ratgeber Saugroboter und Teppich.

So richten Sie eine Sperr­zone ein

  1. Lassen Sie den Roboter die Wohnung einmal vollständig erfassen und speichern Sie die Karte. Bei Roborock muss dafür laut Anleitung der Kartenspeicher-Modus eingeschaltet sein.
  2. Öffnen Sie in der App die Kartenbearbeitung und wählen Sie Sperrzone, virtuelle Wand oder Wischsperre.
  3. Ziehen Sie das Rechteck etwas größer als das, was geschützt werden soll. Ein Rand schadet nicht.
  4. Speichern Sie und beobachten Sie den nächsten Durchgang. In der älteren Ecovacs-App gilt eine neue Grenze laut Hilfeseite erst, wenn der Roboter das nächste Mal von der Ladestation losfährt. Auf dem Rückweg zur Station beachtet er sie nicht.

Typische Einsatzorte

iRobot nennt Futternäpfe und Ecken mit viel Kram, in denen der Roboter immer wieder hängen bleibt. Samsung schlägt dunkle Bereiche unter Schränken oder Sofas, den Platz am Kamin, Bäder mit kleiner Stufe und Teppiche mit mehr als 2,5 cm Faserlänge vor.

Ecovacs ergänzt Kabel und Spielecken von Kindern. Eine Checkliste für die ganze Wohnung finden Sie im Ratgeber Wohnung vorbereiten.

Wichtig: Roborock schreibt ausdrücklich, dass Sperrzonen nur zum Einteilen der Reinigung gedacht sind und nicht dazu, Gefahrenstellen abzusichern.

Magnetband: die Lösung ohne Karte

Geräte ohne Karte und App können keine Sperrzonen speichern. Manche lassen sich stattdessen mit einem Magnetband begrenzen: Das ist ein flacher Streifen, der auf dem Boden liegt und den der Roboter mit einem Sensor erkennt und nicht überfährt.

Das Magnetband sperrt den Bereich auch ohne App-Karte.

Auch Ecovacs nennt Magnetbänder als Möglichkeit bei einigen Modellen. Eufy rät, solche Streifen ganz flach zu verlegen und mit Klebeband zu fixieren.

Nachteil: Das Band bleibt sichtbar liegen und funktioniert nur mit Geräten, die einen passenden Sensor haben. Ob Ihres dazugehört, steht in der Bedienungsanleitung.

Nach dem Umräumen

Roborock warnt, dass Sperrzonen und virtuelle Wände verloren gehen können, wenn Sie den Roboter von Hand umsetzen oder die Wohnung stark verändern. Samsung weist darauf hin, dass der Roboter gesperrte Bereiche reinigen kann, wenn er nicht von der Station startet oder die Station umgestellt wurde. Nach dem Umstellen von Möbeln oder Station deshalb:

  1. Karte in der App öffnen und prüfen, ob Räume und Zonen noch an der richtigen Stelle liegen.
  2. Verrutschte Zonen neu ziehen. Passt die Karte gar nicht mehr, lieber neu erfassen lassen und die Zonen danach neu setzen.
  3. Den nächsten Durchgang von der Station aus starten und kurz zuschauen.

Wie hohe Kanten der Roboter von selbst schafft, erklärt der Eintrag Kletterhöhe.

Geräte, die Sperrzonen in der App unterstützen, stellen wir im Kaufberater Saug-Wisch-Roboter vor.

Häufige Fragen

Warum fährt mein Saugroboter trotz No-Go-Zone in den gesperrten Bereich?

Oft passt die gespeicherte Karte nicht mehr zur Wohnung, etwa nach dem Umstellen der Station oder wenn der Roboter von Hand umgesetzt wurde. Prüfen Sie die Zone auf der Karte und starten Sie den nächsten Durchgang von der Station.

Brauche ich für Sperrzonen eine App?

Ja, Sperrzonen und virtuelle Wände werden auf der Karte in der App gezeichnet. Geräte ohne Karte lassen sich nur mit einem Band auf dem Boden begrenzen, sofern sie dafür einen passenden Sensor haben.