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Mähroboter ohne Begrenzungsdraht: 5 Modelle im Vergleich
Ein Mähroboter ohne Begrenzungsdraht findet die Rasengrenze selbst, per Satellit, Kamera oder Laser, statt an einem Kabel im Boden. Unsere Empfehlung für normale Gärten bis 800 m² ist der Ecovacs GOAT O800 RTK, weil er bei Stiftung Warentest die beste Note der drahtlosen Geräte bekam. Für Gärten unter Bäumen, mit viel Spielzeug, mit sehr großer Fläche oder mit steilem Hang passen andere Modelle besser.
Wir haben keines der Geräte selbst ausprobiert. Alles unten stammt von Herstellern und unabhängigen Fachmedien.
Wie wir auswählen
Wir haben zehn drahtlose Mähroboter verglichen und fünf ausgewählt. Wie wir grundsätzlich arbeiten, steht unter Redaktion und Transparenz. Für diese Auswahl zählten:
- Rasenfläche. Ein Gerät für 600 m² ist in einem 2.000-m²-Garten dauernd überfordert. Eins für 3.000 m² ist im Reihenhausgarten unnötig groß.
- Navigation. Ob Satellit, Kamera oder Laser entscheidet, ob Bäume, fehlende Rasenkanten oder Dämmerung Probleme machen und ob Sie eine Antenne aufstellen müssen.
- Steigung. Hersteller geben sie in Prozent an. 30 % heißt: auf 10 Meter geht es 3 Meter bergauf. Wer einen Hang hat, braucht genug Reserve, sonst bleibt der Mäher hängen.
- Sicherheit für Kinder, Haustiere und Igel. Eine gute Hinderniserkennung und eine verlässliche Stopp-Taste sind wichtiger als ein perfekter Schnitt.
- Folgekosten. Manche Geräte brauchen nach dem ersten Jahr ein Abo für die Mobilfunk-Verbindung (4G). Dazu kommen Ersatzmesser.
- Diebstahlschutz. PIN-Sperre und Alarm beim Anheben sind üblich. Eine Ortung des gestohlenen Geräts gibt es meist nur mit 4G.
- Unabhängige Einordnung. Jedes Gerät hat mindestens eine Bewertung von Stiftung Warentest oder einem Fachmagazin.
RTK, Kamera oder LiDAR: die drei Wege ohne Draht
RTK (Satellitenortung mit Korrektursignal, genau auf wenige Zentimeter) funktioniert wie ein sehr genaues Navi. Das Korrektursignal kommt entweder von einer kleinen Antenne im Garten oder aus dem Internet.
RTK braucht freien Blick zum Himmel. Unter dichten Baumkronen oder dicht am Haus kann das Signal schwach werden. Mehr dazu im Lexikon unter RTK-Navigation.
Kamera: Der Mäher „sieht“ den Rasen ähnlich wie wir und erkennt, wo Gras aufhört und Beet oder Weg beginnt. Das klappt am besten mit klaren Kanten und gutem Licht.
LiDAR (ein Laser misst rundum Abstände und baut daraus eine Karte) funktioniert ein wenig wie das Echo einer Fledermaus. Bäume und Schatten stören kaum, weil der Mäher sich an der Umgebung festhält und nicht am Himmel. Mehr dazu unter LiDAR.
Viele Geräte mischen die Wege. Der Worx nutzt RTK plus Kamera, der Ecovacs RTK plus Laser zum Ausweichen. Einen Überblick über alle Mäher-Themen finden Sie unter Mähroboter.
Unsere Auswahl
Ecovacs GOAT O800 RTK
Der Ecovacs ist unsere Empfehlung für die meisten Gärten. Stiftung Warentest gab ihm im Heft 4/2026 die Note „gut“ (2,4), die beste unter den drahtlosen Geräten, laut mein-gartenexperte.de.
Auch netzwelt sah ihn im Vergleich von sechs Geräten vorn: Er mache auch im unebenen Garten „den besten Job“, die automatische Karte gelinge „erstaunlich gut“. Auf nassem, weichem Boden am Hang fehlte dort einmal der Halt.
Wichtig vor dem Kauf: Er braucht eine RTK-Antenne, die Sie hinter der Ladestation in die Erde stecken und die freien Blick zum Himmel braucht. home&smart bemerkte außerdem, dass er kleine Gegenstände unter 10 cm wie Ball oder Schlauch überfuhr und an Kanten etwa 10 cm stehen ließ.
Laut Ecovacs schafft er 45 % Steigung und mäht 3 bis 8 cm hoch. Eine eingebaute Ortung per Mobilfunk nennt die Produktseite nicht. Die Hilfeseite führt PIN-Code und Alarm beim Anheben auf.
Unsere Empfehlung
Ecovacs GOAT O800 RTK
von Ecovacs
Für normale Gärten bis etwa 800 m² mit freiem Himmel. Die unabhängige Einordnung ist hier am klarsten: beste Warentest-Note der drahtlosen Geräte und bei netzwelt vorn. Wer viele hohe Bäume hat oder keine Antenne aufstellen will, schaut besser zu einem LiDAR- oder Kamera-Modell.
Vorteile
- Stiftung Warentest: gut (2,4)
- genaue Bahnen dank RTK
- automatische Karte gelingt laut netzwelt gut
Nachteile
- Antenne im Garten nötig
- überfährt laut home&smart kleine Gegenstände unter 10 cm
- an Kanten bleibt ein Streifen stehen
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Der MOVA 600 orientiert sich mit einem 3D-Laser (LiDAR) und braucht weder Begrenzungskabel noch Antenne. Das ist ein Vorteil in Gärten mit Bäumen, Hecken oder hohen Mauern.
Stiftung Warentest bewertete ihn mit „gut“ (2,5), laut derselben Zusammenfassung bei mein-gartenexperte.de. Im öffentlichen Datenblatt bei test.de stehen 600 m², 45 % Steigung, 20 bis 60 mm Schnitthöhe, Regensensor sowie Alarm und Sicherheitscode gegen Diebstahl.
home&smart lobt die Orientierung auch an schwierigen Stellen und eine „hervorragende Hinderniserkennung“. Schwächen: Die Einrichtung in der App brauchte mehrere Anläufe, an Zäunen bleibt ein breiter Streifen stehen, und nach dem Druck auf die Stopp-Taste muss man ihn von Hand zur Station tragen.
MOVA 600
von MOVA
Für kleine Gärten bis 600 m², auch mit Bäumen und Schatten. Der Mäher orientiert sich per Laser an der Umgebung und braucht weder Satellit noch Antenne. Kanten schneidet er nur mäßig.
Vorteile
- Stiftung Warentest: gut (2,5)
- keine Antenne nötig
- kleine Hindernisse werden laut home&smart umfahren
Nachteile
- nur 600 m²
- Kantenschnitt mäßig
- nach einem Notstopp muss man ihn zur Station tragen
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Der TerraMow V600 navigiert nur mit Kameras, ganz ohne Satellit und Laser. Seine Stärke ist das Ausweichen: netzwelt schreibt, „was wirklich gut funktioniert, ist die Hinderniserkennung“, einen Igel umkurvte er allerdings etwas eng.
Auch home&smart fand, dass er alle Hindernisse zuverlässig erkannte. Ein Softwarefehler, der das Mähen abbrach, wurde dort per Update behoben.
Für Hänge ist er wenig geeignet. Das Datenblatt nennt rund 32,5 % Steigung, netzwelt nennt ihn „nicht der große Kletterer“.
Laut smarthomeassistent hat er Regensensor, 4G und Diebstahlschutz und arbeitet mit 54 dB recht leise. Ein Ergebnis von Stiftung Warentest gibt es für ihn nicht.
TerraMow V600
von TerraMow
Für kleine, eher flache Gärten, in denen Spielzeug, Schläuche oder Tiere unterwegs sind. Zwei Fachmedien heben die Hinderniserkennung hervor. Für Hänge ist er nicht gemacht, und ein Ergebnis von Stiftung Warentest liegt noch nicht vor.
Vorteile
- starke Hinderniserkennung laut netzwelt und home&smart
- keine Antenne nötig
- Regensensor und 4G
Nachteile
- wenig geeignet für Hänge
- manuelles Kartieren umständlich
- Mähmuster wirkt teils unruhig
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Der Worx ist für große Rasenflächen bis 3.000 m² gedacht. Er nutzt RTK mit Korrektur aus dem Internet und eine Stereokamera.
Laut Worx braucht es „keine Dachantennen“, der RTK-Dienst ist ohne Abo und 4G kostenlos enthalten. Mobilfunk-Empfang braucht es nur an der Ladestation. Das macht ihn zum einzigen Großflächen-Gerät unserer Auswahl ohne laufende Kosten.
home&smart lobt die zentimetergenaue Navigation, das Schnittbild und die Hinderniserkennung: Auch Tennisbälle und Schläuche wurden erkannt. Ein zusätzliches Seitenmähwerk verbessert die Kanten, perfekt sind sie aber nicht.
Die Grenze ist die Steigung: 30 % laut Hersteller. Wer steiles Gelände hat, sollte zum Dreame greifen.
Worx Landroid Vision Cloud WR330E
von Worx
Für große, eher flache Gärten bis 3.000 m², wenn keine laufenden Kosten entstehen sollen. Die Ortung kommt aus dem Internet, eine Antenne im Garten entfällt. Für steile Grundstücke reicht die Steigfähigkeit nicht.
Vorteile
- große Fläche
- RTK-Dienst und 4G laut Hersteller ohne Abo
- Seitenmähwerk für bessere Kanten
Nachteile
- nur 30 % Steigung
- teuer
- App laut home&smart anfangs schwierig
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Der Dreame ist das Gerät für große Grundstücke mit starkem Hang. Laut Pressemitteilung des Herstellers schafft er mit Allradantrieb bis zu 80 % Steigung und bis zu 3.500 m². Er navigiert mit 3D-LiDAR und Kameras und braucht keine Antenne.
Gegen Diebstahl hat er GPS-Ortung und Alarm über 4G. Die Verbindung ist ein Jahr inklusive, danach ist ein Kauf nötig.
home&smart bescheinigt ihm eine nahezu perfekte Trefferquote beim Ausweichen und sicheren Halt auch an steilen, feuchten Flächen. Die automatische Kartierung klappte dort aber nicht, die Karte musste man von Hand in der App anlegen. An geraden Kanten bleiben zwei bis drei Zentimeter stehen.
Dreame A3 AWD Pro 3500
von Dreame
Für große Grundstücke mit starkem Hang, wo andere Geräte aufgeben. Allradantrieb und Laser-Navigation sind die Stärken. Teuer, und die Mobilfunk-Ortung kostet nach dem ersten Jahr extra.
Vorteile
- Allrad, laut Hersteller bis 80 % Steigung
- große Fläche
- keine Antenne nötig
Nachteile
- teuer
- automatische Kartierung klappte bei home&smart nicht
- 4G nach einem Jahr kostenpflichtig
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Bei Amazon ansehen (Partnerlink)Unsere Auswahl im Vergleich
| Produkt | Navigation | Rasenfläche | Steigung | Antenne nötig | 4G und Kosten | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ecovacs GOAT O800 RTK | RTK, Laser zum Ausweichen | bis 800 m² | 45 % | ja | 4G nicht genannt | Bei Amazon ansehen (Partnerlink) |
| MOVA 600 | 3D-LiDAR | bis 600 m² | 45 % | nein | nicht belegt | Bei Amazon ansehen (Partnerlink) |
| TerraMow V600 | Kameras | bis 600 m² | ca. 32,5 % | nein | 4G an Bord, Abo nicht genannt | Bei Amazon ansehen (Partnerlink) |
| Worx Landroid Vision Cloud WR330E | RTK aus dem Internet, Kamera | bis 3.000 m² | 30 % | nein | 4G inklusive, kein Abo | Bei Amazon ansehen (Partnerlink) |
| Dreame A3 AWD Pro 3500 | 3D-LiDAR, Kameras | bis 3.500 m² | 80 % | nein | 4G ein Jahr inklusive, dann kostenpflichtig | Bei Amazon ansehen (Partnerlink) |
Sicherheit: Kinder, Haustiere und Igel
Kein Mähroboter erkennt jedes Hindernis. Stiftung Warentest prüft drahtlose Mäher unter anderem mit Igel-Attrappen, einer liegenden Kinderarm-Attrappe und der Stopp-Taste.
Das Ergebnis beim Igel ist ernüchternd: „Bis auf ein Modell fuhren alle Mähroboter gegen die beheizbare Igel-Attrappe im Gras“, meldet die Stiftung Warentest. Sieben von acht Geräten bekamen beim Igelschutz nur „befriedigend“ oder „ausreichend“.
Deshalb gilt für jedes Gerät oben: nie nachts und nie in der Dämmerung mähen. Igel sind nachts unterwegs.
Die Region Hannover nennt „nur tagsüber mähen lassen“ die wirksamste Sofortmaßnahme. Manche Städte schreiben das vor: Köln verbietet den Betrieb seit 1. Oktober 2024 von 30 Minuten vor Sonnenuntergang bis 30 Minuten nach Sonnenaufgang.
Alle fünf Geräte haben einen Zeitplan in der App. Stellen Sie ihn auf den Tag ein und schauen Sie vor dem Start kurz über den Rasen, ob Kinder, Tiere oder Spielzeug darauf sind.
Mehr dazu, auch zu Laubhaufen und Hecken als Rückzugsorte, steht in unserem Ratgeber Mähroboter und Igelschutz.
Vor dem Kauf prüfen
Ein paar Fragen klären vorab, ob ein Gerät in Ihrem Garten wirklich funktioniert:
- Wie viel Himmel sieht der Rasen? Für RTK-Geräte wie den Ecovacs müssen Antenne und Station frei nach oben schauen. Laut netzwelt dauert es nach dem Einschalten einige Minuten, bis genug Satelliten gefunden sind.
- Reicht WLAN oder Mobilfunk bis zur Ladestation? Alle fünf werden per App eingerichtet. Beim Worx genügt Mobilfunk-Empfang an der Station.
- Wo stehen Hindernisse, die flach am Boden liegen? Schläuche, Bälle und Spielzeug erkennen nicht alle Geräte. Räumen Sie den Rasen vor dem Mähen frei, auch beim TerraMow.
- Wie sehen die Ränder aus? Fast alle Geräte lassen an Zäunen und Mauern einen Streifen stehen. Planen Sie dort ab und zu die Rasenschere oder den Trimmer ein.
- Welche Pflege fällt an? Die Messer nutzen sich ab. netzwelt nennt beim Ecovacs einen Wechsel etwa alle 80 Betriebsstunden. Prüfen Sie, ob Ersatzmesser für Ihr Modell leicht zu bekommen sind.
Welcher passt zu Ihrem Garten?
- Normaler Garten bis 800 m², freier Himmel: Ecovacs GOAT O800 RTK.
- Kleiner Garten mit Bäumen oder Schatten: MOVA 600.
- Kleiner, flacher Garten mit Kindern, Hund oder viel Spielzeug: TerraMow V600.
- Große, eher flache Fläche ohne laufende Kosten: Worx Landroid Vision Cloud WR330E.
- Großes Grundstück mit steilem Hang: Dreame A3 AWD Pro 3500.
Häufige Fragen
Brauche ich für einen Mähroboter ohne Draht eine Antenne im Garten?
Nur bei manchen Geräten. RTK-Mäher mit eigener Referenzstation, etwa der Ecovacs GOAT O800 RTK, brauchen eine Antenne mit freiem Blick zum Himmel. Geräte mit Kamera, LiDAR oder einer Korrektur aus dem Internet kommen ohne aus.
Fallen nach dem Kauf laufende Kosten an?
Für das Mähen selbst nicht. Kosten können für die Mobilfunk-Verbindung (4G) entstehen, über die ein gestohlenes Gerät geortet wird: Beim Dreame A3 AWD Pro 3500 ist sie ein Jahr inklusive, danach kostenpflichtig. Dazu kommen Ersatzmesser.
Kann ich den alten Begrenzungsdraht im Boden lassen?
Ja, ein Mähroboter ohne Draht nutzt ihn nicht. Er orientiert sich an der Karte in der App, die Sie bei der Einrichtung anlegen.