Welcher Saug­roboter passt zu mir? Wohnungs-Check

Ihre Wohnung in Zahlen

Alle Angaben sind freiwillig; lassen Sie weg, was Sie nicht wissen. Wir speichern nichts, die Auswertung entsteht nur für diesen einen Aufruf.

Ohne Flächen unter Schränken und Betten. Die Wohnfläche ist ein guter Anfang.

Senkrecht vom Boden bis zur höchsten Kante messen, auf beiden Seiten. Der größere Wert zählt.

Nur bei Möbeln, unter denen der Roboter saugen soll: Boden bis zur tiefsten Strebe.

Wie viel Teppich liegt?
Gibt es Hochflor oder lange Fransen?
Leben Tiere bei Ihnen, die haaren?
Soll auf mehreren Etagen gesaugt werden?

Welcher Saugroboter zu Ihnen passt, entscheidet vor allem Ihre Wohnung: wie hoch die Schwellen sind, wie viel Platz unter den Möbeln bleibt, wie viel Teppich liegt und ob Tiere mitwohnen. Mit dieser Checkliste messen und notieren Sie alles Wichtige. Zu jeder Antwort steht dabei, auf welche Geräteangabe Sie danach achten sollten.

Was Sie für den Check brauchen

  • einen Zollstock oder ein Maßband
  • Papier oder das Handy für Notizen
  • etwa eine Runde durch alle Räume, die der Roboter reinigen soll

Notieren Sie bei jedem Schritt den Wert oder die Antwort. Am Ende haben Sie eine kurze Liste, die Sie mit den Herstellerangaben vergleichen können.

Schritt 1: Wie groß ist die Fläche?

Schätzen Sie die Bodenfläche, die der Roboter tatsächlich befahren soll, also ohne Flächen unter Schränken und Betten, die er nicht erreicht. Die Wohnfläche aus dem Mietvertrag ist ein guter Anfang.

Was daraus folgt: Achten Sie auf die Reichweite pro Akkuladung. Die besten Geräte schaffen laut Stiftung Warentest rechnerisch bis zu 193 Quadratmeter mit einer Ladung, die schwächsten nur 33 Quadratmeter freie Fläche.

Bei einer großen Wohnung ist eine lange Akkulaufzeit oder eine Funktion zum Nachladen und Weiterreinigen wichtig. Sehr große, offene Räume wie Studios oder Hallen sind laut SmarthomeAssistent schwierig, weil dem Roboter dort Anhaltspunkte für die Karte fehlen.

Schritt 2: Wie viel Teppich liegt?

Ordnen Sie Ihre Wohnung grob ein: kein Teppich, einzelne Teppiche oder überwiegend Teppich.

Was daraus folgt:

  • Kein oder wenig Teppich: Sie haben die größte Auswahl. Für Hartboden gibt es laut Stiftung Warentest deutlich mehr gute Roboter als für Teppich.
  • Einzelne Teppiche und Sie wollen auch wischen: Achten Sie auf eine Teppicherkennung und eine Mopp-Anhebung (der Roboter hebt das feuchte Wischtuch an, sobald er auf Teppich fährt). Hersteller geben die Höhe in Millimetern an. Roborock nennt für den Saros 10R bis zu 22 Millimeter, für den Qrevo CurvX bis zu 17 Millimeter. Alternativ sperren Sie Teppiche in der App fürs Wischen; das geht laut Stiftung Warentest bei fast allen Robotern.
  • Überwiegend Teppich: Hier können laut Stiftung Warentest nur wenige Geräte gut saugen. Lesen Sie vor dem Kauf unseren Ratgeber Saugroboter und Teppich.

Schritt 3: Gibt es Hochflor oder Fransen?

Fahren Sie mit der Hand über Ihre Teppiche. Notieren Sie, ob es Hochflor (lange, weiche Fasern) gibt und ob Teppiche Fransen haben. Messen Sie die Fransenlänge.

Was daraus folgt: Die meisten Modelle kommen laut Apotheken Umschau mit kurzhaarigen Teppichen gut zurecht. Bei langem Flor wird es eng.

Die Bedienungsanleitung eines Ecovacs-Modells sagt zum Beispiel: Gerät nicht auf Zottelteppichen benutzen und nicht, wenn die Fransen länger als 10 Millimeter sind. Längere Fransen sollen Sie zusammenlegen oder den Teppich als Sperrgebiet festlegen. Suchen Sie in den Herstellerangaben nach einem ausdrücklichen Modus für lange Teppiche; Roborock nennt etwa für den Saros 10R einen Reinigungsmodus für mittellange bis lange Teppiche.

Schritt 4: Leben Tiere bei Ihnen?

Notieren Sie, welche Tiere es gibt und ob sie viel haaren.

Was daraus folgt:

  • Bürste: Lange Haare spulen sich laut den Tipps von Stiftung Warentest auf Bürste und Lager. Achten Sie auf eine Hauptbürste, in der sich Haare schwer verfangen. In einem Vergleich von homeandsmart setzten alle betrachteten Hersteller auf gummierte Hauptbürsten.
  • Station: Mit Tierhaaren ist der Staubbehälter schneller voll. Eine Absaugstation leert ihn automatisch.
  • Hinderniserkennung: Ein reiner LiDAR-Sensor (ein Laser, der die Umgebung abtastet) erkennt laut SmarthomeAssistent weder Socken noch Kabel noch Tierkot, weil diese unter der Höhe des Laserstrahls liegen. Wenn so etwas bei Ihnen vorkommen kann, achten Sie auf eine zusätzliche Hinderniserkennung mit Kamera.

Schritt 5: Tür­schwellen messen

Gehen Sie jede Tür ab, durch die der Roboter fahren soll.

  1. Stellen Sie den Zollstock senkrecht neben die Schwelle.
  2. Messen Sie vom Boden bis zur höchsten Kante. Messen Sie auf beiden Seiten, denn die Böden sind nicht immer gleich hoch.
  3. Notieren Sie die Form: rund oder kantig, eine Stufe oder zwei Stufen hintereinander (Doppelschwelle).
  4. Schreiben Sie den höchsten Wert der ganzen Wohnung auf.

Was daraus folgt: Achten Sie auf die Kletterhöhe, also die höchste Kante, die das Gerät laut Hersteller überwinden kann. Manche Modelle schaffen laut Stiftung Warentest 1,3 Zentimeter, andere 2,3 Zentimeter.

Laut homeandsmart schaffen Geräte ohne besondere Kletterfunktion meist 2 Zentimeter, bei etwa 2,3 Zentimetern kommen gängige Modelle an ihre Grenzen. Es gibt Geräte mit Kletterhilfe: Roborock gibt für den Saros 10R bis zu 4 Zentimeter bei Doppelschwellen an, jeweils aus internen Messungen des Herstellers.

Lesen Sie das Kleingedruckte. Laut homeandsmart gelten hohe Kletterwerte oft nur für abgerundete Schwellen. Ob die Angabe für eine einzelne Kante oder für eine Doppelschwelle gilt, steht meist in einer Fußnote.

Planen Sie etwas Abstand zwischen Ihrer höchsten Schwelle und der Herstellerangabe ein. Für einzelne zu hohe Schwellen gibt es Rampen aus Gummi, Holz oder Aluminium, die laut homeandsmart leicht geneigt sein sollten.

Schritt 6: Höhe unter den Möbeln messen

Stiftung Warentest rät in ihren Tipps, die Abstände unter Sideboards, Sofas und Heizkörpern vorab zu messen.

Messen Sie die niedrigste Stelle unter Sofa, Bett und Schrank.
  1. Messen Sie vom Boden bis zur tiefsten Stelle unter dem Möbel, etwa einer Querstrebe oder einem Lattenrost.
  2. Notieren Sie für jedes niedrige Möbel den Wert.
  3. Entscheiden Sie: Soll der Roboter darunter saugen oder nicht?

Was daraus folgt: Vergleichen Sie Ihren kleinsten Wert mit der Gerätehöhe. Flache Roboter sind laut Stiftung Warentest etwa 8 Zentimeter hoch, viele rund 10 Zentimeter, höhere 11 bis 12 Zentimeter.

Zwei Herstellerbeispiele aus derselben Serie zeigen die Spanne: Roborock nennt für den Qrevo CurvX 79,8 Millimeter, für den Qrevo Curv 103 Millimeter. Ein Lasersensor als Turm auf dem Gerät macht es höher; manche Geräte fahren ihn ein.

Vorsicht bei knappen Spalten: Laut der Ecovacs-Anleitung kann ein Roboter unter Möbeln stecken bleiben, deren Öffnung ähnlich hoch ist wie das Gerät. Als Abhilfe nennt der Hersteller, das Möbel anzuheben, eine Barriere aufzustellen oder eine virtuelle Begrenzung in der App zu setzen.

Schritt 7: Wohnen Sie auf mehreren Etagen?

Notieren Sie, auf wie vielen Etagen gesaugt werden soll und ob es Treppen oder Absätze ohne Tür gibt.

Was daraus folgt: Treppen schafft kein Saugroboter. Laut homeandsmart gibt es keinen, der mehrere Stufen hintereinander überwindet. Sie tragen das Gerät also oder planen ein zweites.

Prüfen Sie in den Herstellerangaben, ob das Gerät mehrere Karten speichern kann. Die Station steht an einem festen Platz; auf der anderen Etage leeren Sie den Behälter von Hand.

An Treppen verhindern Absturzsensoren, dass der Roboter hinunterfällt. Laut der Ecovacs-Anleitung hält das dortige Gerät auf weißem Boden ab etwa 55 Millimetern Höhenunterschied an, auf schwarzem schon ab 30 Millimetern.

Dunkle Böden verhalten sich also anders. Der Hersteller empfiehlt bei hohen Kanten zusätzlich eine Absperrung.

Schritt 8: Wo liegen Kabel und Klein­teile?

Gehen Sie durch die Räume und zählen Sie die Stellen, an denen Kabel, Ladegeräte oder Kleinteile auf dem Boden liegen, etwa am Schreibtisch, am Fernseher oder am Bett.

Was daraus folgt: Wenn Sie die Kabel nicht dauerhaft hochlegen können, achten Sie auf eine Hinderniserkennung und ihre Mindestgröße. Die Unterschiede sind groß: Roborock gibt für den Saros 10R Objekte ab 2 Zentimetern Breite und Höhe an, für den Qrevo CurvX ab 5 Zentimetern Breite und 3 Zentimetern Höhe.

Ein dünnes Ladekabel liegt unter beiden Werten. Kabel hochzulegen bleibt deshalb die sicherste Lösung, wie sie auch Stiftung Warentest empfiehlt.

Schritt 9: Ist Platz für eine Station?

Suchen Sie einen Platz an einer Wand mit Steckdose. Messen Sie Breite, Höhe und den freien Raum davor.

Die Station braucht Platz an der Wand und eine Steckdose.

Was daraus folgt: Eine Station kann laut Stiftung Warentest 40 Zentimeter breit und bis zu 60 Zentimeter hoch sein. Die Ecovacs-Anleitung verlangt für das dortige Gerät einen ebenen, harten Untergrund, 5 Zentimeter Abstand zu beiden Seiten und 80 Zentimeter freien Raum davor. Wenn dieser Platz fehlt, kommt eher ein Gerät mit kleiner Ladestation infrage.

Ihre Auswertung auf einen Blick

Übertragen Sie Ihre Notizen in diese Liste. Hinter jedem Punkt steht die Angabe, die Sie beim Gerät prüfen.

  • Fläche groß: Reichweite pro Akkuladung, Nachladen und Weiterreinigen
  • Teppich und Wischen: Teppicherkennung, Mopp-Anhebung in Millimetern oder Wischsperre in der App
  • Hochflor oder lange Fransen: ausdrücklicher Modus für lange Teppiche, sonst Sperrzone
  • Tiere: Bürste, in der sich Haare schwer verfangen, Absaugstation, Hinderniserkennung mit Kamera
  • Höchste Schwelle: Kletterhöhe mit Abstand, Fußnote zu Doppelschwellen lesen
  • Niedrigstes Möbel: Gerätehöhe einschließlich Lasersensor
  • Mehrere Etagen: mehrere Karten speicherbar, Gerät leicht zu tragen
  • Kabel am Boden: Hinderniserkennung mit Angabe zur kleinsten erkannten Größe
  • Platz für Station: Maße der Station und freier Raum davor

Herstellerangaben stammen oft aus internen Messungen unter guten Bedingungen; Roborock weist auf seinen Produktseiten selbst darauf hin, dass die Ergebnisse im Alltag abweichen können. Rechnen Sie deshalb mit etwas Reserve. Bevor das Gerät zum ersten Mal fährt, hilft unsere Checkliste Wohnung vorbereiten.

Mit Ihren Antworten finden Sie passende Geräte in unseren Kaufberatern Saug-Wisch-Roboter und, wenn Tiere im Haushalt leben, Saugroboter für Tierhaare.

Häufige Fragen

Was mache ich, wenn meine Türschwelle zu hoch ist?

Sie können eine flache Rampe vor die Schwelle legen, den Raum per Tür abtrennen und den Roboter dort von Hand hineinsetzen oder gezielt nach einem Gerät mit höherer Kletterangabe suchen.

Ist ein flacher Saugroboter immer besser?

Nicht unbedingt. Flach lohnt sich, wenn Sie unter niedrige Möbel saugen wollen. Wenn der Spalt nur knapp höher als das Gerät ist, kann es sich dort aber festfahren; dann ist eine Sperrzone die bessere Lösung.

Brauche ich für eine kleine Wohnung eine Station?

Nein, die Station ist Komfort, keine Pflicht. Ohne Station leeren Sie den kleinen Staubbehälter des Roboters selbst, je nach Haaren und Schmutz häufiger.